Samstag, 24. Juni 2006

zitrone

das angekündigte mangozine-sonderheft mit junger frischer und sicherlich hübscher literatur wird zitrone heißen. leider verschiebt sich sein erscheinen auf unbestimmte zeit... wir arbeiten dran!

s.p.u.r.e.n.

nein
kein spüren
ein ringen es bleibt
von zeit zu minute
verzogen die lippen
ein ewig dran nippen
ein endlos reißaus.
im trüben im haus
in langen gesuchen
funktionen verfluchen
bringt gleichaus nie tage
die bleiben
versage
vertusche
vernichte
ein stück.
er ruft nicht zurück
geht eigenes
wieder
verlustig im früher
im früheren schreiten
sieht's weiter
sieht's weiten
in engen gefäßen
und wänden
behend die hände bewendend
und schlendernd
nach tagen die blendend
verflossen
ein sickern
im großen
ein weinen
im schoß
wo warst du
was los ist
weiß immer nur
einer
die stimme im eimer
und krächzend
am tippen
vergiß nicht
zu nippen.
süß-sauer die tragenden
buchstabentage

Samstag, 10. Juni 2006

für dich!

ich will
beständig werden
in ebbe und flut
frei sein
gegen gefühle

wir tragen
uns
in nächte
und hindurch
klingt die vertraute
singstimme

ja,
da stimmt etwas
es glänzt uns entgegen
wenn wir uns
verzichtend
geleiten

Freitag, 19. Mai 2006

sk

selbst dann
wenn dein ruderboot
das geklaute
nochmal anlegen würde
und du
nackt und durcheinander
neben mir stranden würdest
selbst dann wären alle ziele
dieser melodie zugeordnet
die immer
und immer
und immer nur
dies eine thema spielen würde
das über die heimatlichen wälder tanzt
und sagt: es ist gut
und noch viel da
und du
bekommst alles
nur nicht
den rest
der schippert gerade
mit deinen lausigen halbfreunden
draußen
auf dem stausee
dem geliebten

Donnerstag, 18. Mai 2006

nachtvers

noch klappern die tasten
ich kann es nicht lassen
die nachtluft lockt wage
wohin - bleibt die frage

Dienstag, 16. Mai 2006

...

das ist keine eigene sprache
das sind kopfschmerzen
das ist fieber
das ist die unfähigkeit
sich zu vertrauen
aber keine
blaupause
für einen popsong-
ersatz
das wird gespielt
das wird nicht erfunden
und eine eigene sprache
schält sich erst langsam
aus der disziplin
der kultur des dran-
bleibens
des lesens
des essens
des lebens
vertraulich gesehn
das war noch nie eine sprache
das war ein kotzen
ein räuspern reicht nicht
und eine halbe stunde pausen-
kultur
macht keinen schreiber
macht einen schreibenden kellner
der falsche manuskripte
von faulen schlampen
einschicken lässt
und eine lüge lebt
ohne eine einzige stellungsnahme
schreiben ist zustimmung
ist stellung nehmen
in jedem augenblick
mit jeder hand
jedem buchstaben
jedem komma
komma runter
get down and even not dirty
kaufe die zeit aus
denn es ist böse zeit
der kopf schmerzt
und der rücken bringt dich um den verstand
aber nicht
ums schreiben, lesen, aufstehen,

stellung nehmen

-------
bedient bei der heiligen schrift und suters lila, lila

leerlauf

oh oh, seit wochen nix geschrieben. hatte mir ja vorgenommen, jeden tag ein gedicht zu posten, bis ich wieda nen job hab. nun, zumindest ein praktikum seit 01.mai, deshalb auch lange kein text mehr... das soll sich heute ändern...

Donnerstag, 27. April 2006

five to die for

annie - heartbeat (phones maximo mix)
annie - heartbeat
annie - wedding (lindström & prins thomas remix)
annie - anniemal (album)
bob dylan - alles

hinterland I

in meinem hinterland
da gibt es viele falten
entstammen allesamt
den fotos, worten, weiten
und münden in die seiten

in meinem hinterland
bist du das einmaleins
betrittst den kühlen sand
verschwitzt die tür zu schließen
beschließt nie zu genießen

in meinem schönen hinterland
da steckt ein großer pfropfen
ich wurde nie gesandt
doch zwischen grün und blau, schwarz, weiß
häng träumend ich, und schlucke schweiß

Freitag, 14. April 2006

five to die for

morning runner
tiger lou
chikinki
bob dylan
the revs

Montag, 10. April 2006

aprilslam

das war ja ein slam letzte woche... mit vier leuden verabredet, drei sagen ab, als ich ankomme ist die liste dicht und die vierte verabredung verpaßt mich dann auch noch... das ist das dichterleben.

der lauf

wenn wir es schaffen
den alten angstaffen
imma wieda abzustreifen
und dabei mal um mal zu reifen

wenn wir es denn packen
in unsern hellen nacken
nach tagen noch zu sehn
wer wir sind im immaweitagehn

und wenn ich sehen werde
ich schneide mich stets von der erde
und brauche nur bei mir zu sein
um unsren gang nicht zu entweihn

dann blitzt das kommende kurz auf
es schöpft aus dem was war
und sagt es immadar:
junge lauf!

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und immer wieder drauf
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